Zucker und Diabetes: weniger bekannte natürliche Alternativen

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Wenn es um die Ernährung geht, ist Zucker ein Thema, das regelmäßig zur Debatte steht. Wenn man „Zucker“ sagt, denkt man meistens zuerst an weißen Zucker. Den sein Nährwert ist alles andere als gut: 99,6 g Kohlenhydrate und 400 kcal pro 100 g sowie ein glykämischer Index von 70; Da ist noch Luft nach oben! Zucker führt dem Körper keinerlei Nährstoffe zu, die gut für die Gesundheit sind. Er sorgt jedoch für mehr Geschmack und steht oft für Genuss! 

So oder so sollte Zucker nur in Maßen konsumiert werden, um die schädlichen Folgen möglichst gering zu halten (Abhängigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, gesteigerte Insulin-Empfindlichkeit …). Hierbei spielt es keine Rolle, ob man mit Diabetes lebt oder nicht. 

Sollte man mit Diabetes leben und möchte man den Verbrauch an weißem Zucker einschränken und aber weiterhin das Essen genießen, gibt es glücklicherweise eine ganze Reihe an Zuckeraustauschstoffen für Menschen mit Diabetes. Und wissen Sie was? Sie sind natürlich! Wir erklären Ihnen mehr hierzu. 

Neuheiten finden wir toll! Hier kommen unsere Vorschläge für eher ungewöhnliche Zuckerersatzstoffe!

Reissirup: originell, ja! Natürlich, ja! Aber nicht besonders kalorienarm … 

Reissirup wird bei der Gärung von braunen Reiskörnern gewonnen. Seine Zusammensetzung ist der von weißem Zucker sehr ähnlich. Der große Unterschied liegt darin, dass dieses Produkt nur geringfügig raffiniert wurde.

Reissirup enthält 96 g Kohlenhydrate pro 100 g, wobei der glykämische Index mit beinahe 95 sehr hoch ist. Durchschnittlich muss man mit 316 kcal pro 100 g rechnen. 

Reissirup bietet jedoch auch einige Vorteile, da er Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium enthält. 

Wenn man ihn bei bestimmtem Gebäck, Eis oder Joghurt verwendet, sorgt er für eine besonders cremige Textur.

Xylitol: Der Name lässt Sie an ein Chemieprodukt denken? Falsch gedacht! 

Es handelt sich in Wahrheit um einen Zuckerersatzstoff, der aus Birkensaft gewonnen wird, weshalb er auch „Birkenzucker“ genannt wird. Er gilt als natürliches Erzeugnis und stammt unter anderem aus Europa. Seine Süßkraft ist mit weißem Zucker zu vergleichen und lässt sich übrigens noch steigern, wenn er gekocht wird.

Xylitol enthält 71 g Kohlenhydrate und bietet einen Nährwert von 261 kcal pro 100 g. Sein glykämischer Index beträgt nur 7! Es ist für seine antibakterielle Wirkung bekannt und wird für die Mund- und Zahnpflege oder bei Verdauungsstörungen empfohlen.

Xylitol kann zum Backen verwendet werden oder auch zum Süßen von Tee, Kaffee, Joghurt, wobei es keinen großen Geschmacksunterschied zu weißem Zucker gibt.

Rapadura ist ein beliebtes Produkt aus Lateinamerika 

Hierbei handelt es sich um einen nicht kristallisierten Rohrzucker, der hauptsächlich aus Paraguay und Brasilien stammt. Seine Süßkraft ist ziemlich stark. Der Handel in Europa beruht auf dem Fairtrade-Prinzip mit kürzeren und transparenteren Produktionswegen. 

Rapadura enthält 95 g Kohlenhydrate und bietet einen Nährwert von 380 kcal pro 100 g, mit einem glykämischen Index von 70. 

Er enthält Lakritz-, Karamell- und Vanille-Aromen  und eignet sich sehr gut zum Backen.

Die Zuckerersatzstoffe im Überblick 

Die nachstehend aufgeführten Zuckerersatzstoffe sind überwiegend kohlenhydrat- und kalorienärmere Alternativen zu weißem Zucker, wobei sie ebenfalls einen niedrigeren glykämischen Index aufweisen. Sie sind alle natürlicher Herkunft, wenig raffiniert und vom Honig abgesehen vegan.

Je 100 g Kohlenhydrate (g) GI Kalorien (kcal)
Weißer Zucker 99,6 70 400
Honig 75-80 55 316
Agavensirup 76 15 310
Ahornsirup 67 65 260
Kokosblütensirup 76 25-35 390
Reissirup 96 95 316
Xylitol 71 7 261
Rapadura 95 70 380

Wie Sie sehen, gibt es zahlreiche Zuckerersatzstoffe. Sie haben die Qual der Wahl, um den Süßstoff zu finden, der am besten zu Ihnen und Ihren Vorlieben passt.

Sie sollten lediglich auf die Herkunft dieser Produkte achten. Der Markt für Zuckerersatzstoffe ist groß und zählt auch industriell gefertigte Produkte (mit Wasser oder sogar weißem Zucker versetzt …).  Lesen Sie also stets das Etikett und wählen Sie also möglichst kurze Versorgungsketten! 

In der Praxis 

Wussten Sie, dass manche Hersteller für die in ihren Produkten verwendeten Zuckerersatzstoffe werben, um sich von der Konkurrenz abzuheben?

In Frankreich hat die Pariser Konditorei „Les Belles Envies“ die Gebäck-Klassiker neu erfunden und ihnen einen niedrigen glykämischen Index (GI) verschafft, d. h. mit geringen Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel. Wie ist das möglich? Hierbei wird der weiße Zucker durch Kokosblütenzucker oder Maltit, ein aus Getreide gewonnener Zucker, und das herkömmliche Mehl durch Mehlsorten mit niedrigem GI wie Lupinenmehl, Kokosmehl oder auch Dinkelmehl (1050) ersetzt. Hier gibt es Süßspeisen, Schokolade, Kekse und noch vieles mehr: ein Paradies für Naschkatzen, die mit Diabetes leben.

In Rom stellt das Eiscafé „La Dolce Vita“ Eis auf traditionelle Art und Weise ohne Farbstoffe und Konservierungsmittel her, wobei manche keinen Zucker enthalten und auf Sojabasis sind.

In New York bietet die Bäckerei „Sans Bakery“ zusätzlich zu ihren glutenfreien Produkten, Kuchen auf Bananen- oder Zucchinibasis als Alternative zum Zucker an. Genuss ohne Schuldgefühle durch Kalorien ist durchaus möglich!

Das Konzept der spanischen Restaurantkette „Celicioso“ (Madrid, Marbella, Barcelona) beruht auf glutenfreien und gesunden Gerichten. Das Prinzip der gesunden Küche basiert ihrer Meinung nach auf Speisen ohne Zuckerzusatz, für die ausschließlich gesunde Zutaten verwendet werden.

Fazit: Wenn man bei Diabetes seinen Zuckerkonsum überwachen möchte, um die hiermit verbundenen Auswirkungen auf die Gesundheit und besonders den Blutzuckerspiegel in Grenzen zu halten, gibt es zahlreiche Alternativen.

Diese Zuckerersatzstoffe sind in jedem Supermarkt zu finden und können einfach kombiniert werden: Sie haben nur die Qual der Wahl!

Lassen Sie es sich schmecken!

Quellen

https://fr.wikipedia.org/

https://www.mgc-prevention.fr/les-atouts-sante-du-miel/#:~:text=Le%20miel%20est%20compos%C3%A9%20essentiellement,le%20glucose%20et%20le%20fructose.&text=L’apport%20%C3%A9nerg%C3%A9tique%20du%20miel,400%20kcal%20pour%20100%20g).

https://www.apiculture.net/blog/les-bienfaits-du-miel-sante-n25 

https://www.naturaforce.com/se-desintoxiquer-du-sucre/alternatives-au-sucre/sirop-dagave/ 

https://erableduquebec.ca/produits/sirop-derable/ 

https://www.passeportsante.net/fr/Nutrition/EncyclopedieAliments/Fiche.aspx?doc=sirop_erable_nu

https://www.funkyveggie.fr/2019/11/13/bienfaits-sucre-de-coco/#:~:text=Le%20sucre%20de%20coco%20est%20riche%20en%20vitamines%20et%20min%C3%A9raux&text=Le%20sucre%20de%20coco%20d%C3%A9tient,fait%20un%20alli%C3%A9%20nutritionnel%20incontournable

https://www.greenweez.com/magazine/10-choses-a-savoir-sur-le-sucre-de-fleur-de-coco-12069/ 

https://www.naturaforce.com/se-desintoxiquer-du-sucre/alternatives-au-sucre/sucre-de-coco/#:~:text=Le%20sucre%20de%20coco%20est%20un%20produit%20assez%20calorique%2C%20puisqu,coco%20comprend%20des%20calories%20pleines.

http://www.cultures-sucre.com/faqs/combien-de-calories-dans-un-morceau-de-sucre/#:~:text=Un%20peu%20de%20math%C3%A9matiques%20%3A%20on,g%20fournira%2031%2C6%20kCal

https://www.doctissimo.fr/nutrition/diaporamas/alternatives-sucre/le-sirop-de-riz

https://www.papillesetpupilles.fr/2018/06/sirop-de-riz.html/

https://www.toutvert.fr/sirop-de-riz-infos/ 

https://www.fatsecret.fr/calories-nutrition/

https://www.femmeactuelle.fr/sante/alimentation-equilibree/xylitol-ce-quil-faut-savoir-sur-ce-sucrant-issu-de-lecorce-de-bouleau-2103333

https://blog.lafourche.fr/rapadura-sucre-complet

https://www.passeportsante.net/fr/Actualites/Dossiers/DossierComplexe.aspx?doc=alternatives_au_sucre_page1_4_do#:~:text=Extrait%20d’une%20plante%2C%20l,%C3%A9viter%20les%20pics%20d’insuline

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