Follow-Up-Analysen und Laboruntersuchungen zur Überwachung von Diabetes

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Diabetes ist eine chronische Krankheit. Dies erfordert eine regelmäßige Überwachung, um die sorgfältige Einstellung des Blutzuckers zu beurteilen, aber auch um Komplikationen zu erkennen und vor allem zu verhindern. Deshalb sind Blutabnahmen ein integraler Bestandteil der Überwachung von Diabetes.  

Glykiertes Hämoglobin (HbA1c)

Der HbA1c oder das glykierte Hämoglobin entspricht dem Prozentsatz des Hämoglobins, der Glukose im Blut gebunden hat. Natürlicherweise steigt dieser Prozentsatz mit steigendem Glukosegehalt. Diese Untersuchung, die in einem medizinischen Labor durchgeführt wird, ist sehr nützlich für die Begleitkontrolle. Er gibt Auskunft über die Blutzuckerwerte der letzten 3 Monate vor der Blutabnahme. Der Prozentsatz an HbA1c liegt idealerweise unter 7,5%, aber der Zielwert variiert je nach Profil. Ein zu hoher HbA1c-Wert spiegelt einen schlecht eingestellten Diabetes wider und ist daher anfälliger für Komplikationen. 

Dieses im Labor gemessene HbA1c wird jedoch tendenziell durch einen HbA1c ersetzt, der von den kontinuierlichen Glukosemesssystemen (CGMs) geschätzt wird, und auf der Messung des Glukosewertes alle 5 Minuten basiert.

Cholesterin: gut oder schlecht?

Bei der Analyse des Cholesterienspiegels, untersuchen die Ärzte auf eine Dyslipoproteinämie. Bei den gemessenen Elementen handelt es sich um das „gute“ Cholesterin (HDL), „schlechte“ Cholesterin (LDL) oder die Triglyceride, eine andere Art von Lipid. 

Auch wenn diese Fette für den Körper lebenswichtig sind, kann ein Überschuss an LDL, dem schlechten Cholesterin, zu Herzerkrankungen oder Schlaganfällen führen (Zerebrovaskuläre Erkrankungen). Diese Hypercholesterinämie verschlimmert Diabetes-bedingte Läsionen in den Arterien, insbesondere bei Bluthochdruck oder Übergewicht. Deshalb ist eine regelmäßige Überwachung von Menschen mit Typ-1-Diabetes unerlässlich, auch wenn jüngere Menschen viel eher auf ihre Krankheit sensibilisiert sind, und ein umfassendes Gesundheitsmanagement anwenden.     

Überwachung der Nierenfunktion

Die Nieren sind der Filter des Körpers. Wenn die Niere geschädigt ist, lässt sie kleine Mengen an Protein durch, vor allem Albumin, ein großes Protein, das nicht gefiltert werden soll und im Blut bleiben muss. Das Vorhandensein von Albumin im Urin ist ein sehr sensitiver Marker für eine eingeschränkte Nierenfunktion. Aber Vorsicht: Diese anfängliche Verschlechterung der Nierenfunktion ist nicht mit Symptomen verbunden. 

Die Kreatininämie, das heißt die Menge an Kreatinin im Blut, die normalerweise von der Niere ausgeschieden wird, ist auch ein Funktionalitätsmarker der Niere. Ein Anstieg des Kreatininspiegels ist ein Zeichen für eine beeinträchtigte Nierenfunktion. 

Die Bestimmung des Kreatininspiegels im Blut und die Suche nach Albumin im Urin (Albuminurie) sind daher Teil der regelmäßigen Untersuchungen bei Diabetes. Im Falle einer Abweichung dieser Werte, ist es immer möglich zu intervenieren, da wir heute wissen, wie man die Nieren schützt.

Schilddrüse und Typ-1-Diabetes

Typ-1-Diabetes kann mit anderen Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht werden. Zu diesen Autoimmunerkrankungen gehören Schilddrüsenerkrankungen wie Hypothyreose und Hyperthyreose. Diese Schilddrüsenerkrankungen sind besonders mit dem Typ-1-Diabetes verbunden, was die Überwachung von TSH erklärt, dem Hormon, das die Produktion von Schilddrüsenhormonen reguliert. TSH variiert je nach Hyper- oder Hypothyreose und ist ein Indikator für die damit verbundene Schilddrüsenbeteiligung. In diesem Fall gibt es Behandlungen zur Wiederherstellung des hormonellen Gleichgewichts. 

Es ist wichtig zu beachten, dass die vom Arzt angeforderten Tests nur einen Teil der Diabetesüberwachung darstellen. Blutdruck und Gewichtsschwankungen werden ebenfalls vom Arzt engmaschig überwacht und weitere Untersuchungen je nach Patient verschrieben. Die Begleitkontrollen von Diabetes Typ 1 zu kennen und zu verstehen, ist für die Selbsthilfe unerlässlich; in Zusammenarbeit mit seinem Arzt ist es möglich, nicht nur Diabetes bedingte Komplikationen zu vermeiden, sondern auch einen ausgezeichneten Lebensstil zu führen.

Empfohlene, systematische Untersuchung

  • HbA1c – Erstuntersuchung, dann alle 6 Monate wenn Zielwert erreicht. Ansonsten alle 3 Monate.
  • Untersuchung auf eine Dyslipidämie (Cholesterin, HLD-C, LDL-C, Triglyceride) – Erstuntersuchung, dann einmal jährlich.
  • Kreatininbestimmung und Abschätzung der glomerulären Filtrationsrate – Erstuntersuchung und dann einmal jährlich, wenn keine Nierenschäden vorliegen, ggf. bei chronischer Nierenschädigung
  • Testung auf Albuminurie in der Urinprobe – Erstuntersuchung, dann einmal im Jahr, wenn keine Nierenschäden vorliegen, ggf. bei chronischer Nierenschädigung

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