Typ-1-Diabetes in einer Beziehung

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Es ist nicht immer einfach, offen über seinen Diabetes zu sprechen, gerade im Kontext der Intimität. Man muss mit vielen Gefühlen spielen – Besorgnis, Zurückhaltung, Bescheidenheit… – und es schaffen, zu kommunizieren, um ein erfülltes Liebesleben zu führen.

Über seinen Diabetes sprechen

In der Tat ist Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg jeder romantischen Beziehung, auch wenn Sie Typ-1-Diabetes haben! 

Die Lösung ist meist Offenheit. Wenn Sie bereit sind, mit Ihrem neuen Partner darüber zu sprechen, seien Sie offen und sprechen Sie umfassend darüber! Versuchen Sie, detailliert zu beschreiben, was Diabetes ist und was er für den Alltag und für die Beziehung bedeutet (Stimmungsschwankungen in Verbindung mit Blutzuckerschwankungen, mögliche sexuelle Störungen usw.). Sie können ihm auch Ihre Medizingeräte zeigen und deren Funktionsweise erklären. 

Es ist möglich, dass dies Ihren Partner einschüchtern kann. Aber wenn Sie sich die Zeit nehmen und erklären, worum es sich bei Diabetes handelt ohne ihn weder zu dramatisieren noch zu verharmlosen, wird er es verstehen und akzeptieren.  Wenn dies nicht der Fall ist, stellen Sie sich deshalb nicht selbst in Frage! Es bedeutet einfach, dass er nicht fähig ist mit einer Person zu leben, die an Diabetes leidet. Next.

Den Alltag teilen

Die Balance des Diabetes basiert auf vier Säulen: Schulung, Ernährung, Bewegung, Pharmaka. Ein Diabetes lässt wenig Raum für Unerwartetes, vor allem bei der Planung von Mahlzeiten oder der Reiseplanung. Der Partner nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein, da er den Alltag mit der an Diabetes erkrankten Person teilt. Dies mag für den Partner zunächst schwierig erscheinen, aber auch er profitiert von diesem ausgewogenen Tagesablauf. Außerdem ist man zusammen stärker! Man kann zur gegenseitigen Unterstützung aufeinander zählen. 

Es ist wichtig, dass Ihr Partner versteht, dass Diabetes, wie alle chronischen Krankheiten, das Selbstbild beeinflusst. Ungewissheit, ständige Blutzuckerkontrollen, Angst vor Hypo- bzw. Hyperglykämien und alles, was ein Diabetes mit sich bringt, können zu Verhaltensstörungen führen (Angst, Reizbarkeit, Depression….). 

Lernen zu reagieren

Wenn man Diabetes hat und seinen Alltag mit jemandem teilt, ist es wichtig, dass dieser darauf vorbereitet ist vor allem im Falle von Unwohlsein richtig zu handeln. Man sollte ihm die Anzeichen einer Hypo- oder Hyperglykämie erklären und Notfallmaßnahmen vermitteln (Insulin- oder Glucagoninjektion, Verabreichung von Traubenzucker). Man muss Geduld haben denn es kann schwierig und beängstigend sein, all diese Informationen zu verarbeiten.

Um Ihren Partner bestmöglich auf Notfallsituationen vorzubereiten und ihn in die Behandlung Ihres Diabetes einzubeziehen, können Sie ihn zur Sprechstunde mit Ihrem Arzt oder zur Diätberatung mitnehmen. Durch die Nutzung der therapeutischen Informationen die Ihnen erteilt werden, kann der Partner ebenfalls lernen, den Alltag mit seinen Höhen und Tiefen besser zu begreifen.

Mit oder ohne Diabetes gibt es keine Zauberformel zur Funktion einer Beziehung. Alles ist eine Frage der Balance. Die Teilnahme Ihres Partners an Ihrer Behandlung hängt in erster Linie von Ihrem Wunsch ab, aber auch von der Zeit, die er dafür widmen kann, und der Beteiligung, die er sich wünscht. Ganz zu schweigen davon, dass es schwierig ist, seinen Platz zwischen zu viel Behütung und zu viel Abstand zu finden. Also geben Sie sich Zeit und vergessen Sie nicht zu kommunizieren…. Die Liebe erfüllt den Rest!

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